Auf einem kleinen Rundgang durch Höfen erzählen unsere Infotafeln von über 500 Jahren Dorfgeschichte: von frühen Gräbern über alte Höfe bis zu unserer Kapelle St. Johann. Hier findest du alle Stationen auf einen Blick.

Station 1
Kapelle St. Johann
1925/26 bauten die Höfner ihre Kapelle mit Spenden sowie Hand- und Spanndiensten selbst. Am 27. Juni 1926 wurde sie eingeweiht. Den Grund stiftete Bürgermeister Michael Leißner, der gebürtige Höfner John Regn steuerte 7.000 Reichsmark bei.
Schmuckstück im Inneren ist der Marienaltar aus der Zeit um 1750. Er stammt aus dem Benediktinerinnenkloster Frauenchiemsee. Das Bild „Maria mit dem Jesuskind“ von 1883 hängt schon seit der alten Dorfkapelle in Höfen.
Nach der Gründung des Kapellenvereins 2008 wurde die Kapelle gut zwei Jahre lang saniert und am 13. Juni 2010 mit einem ökumenischen Gottesdienst wiedereröffnet.

Station 2
Die alte Dorfkapelle
Bis etwa 1920 war hier eine kleine Muttergotteskapelle der religiöse Mittelpunkt des Dorfes. Sie war baufällig geworden, doch für einen Neubau fehlte an dieser Stelle der Platz. Auch der Plan, sie zu einer Kriegergedächtniskapelle umzubauen, scheiterte daran.
So entstand die neue Kapelle oberhalb des Dorfes. Die Glocke der alten Kapelle wurde noch bis 1940 aufbewahrt, dann musste sie im Zweiten Weltkrieg für Kriegsmaterial abgeliefert werden.

Station 3
Spuren der Vorzeit
Lange bevor es Höfen gab, lebten hier schon Menschen. 1934 stieß man bei Erdarbeiten neben Haus Nr. 17 auf ein vorgeschichtliches Hügelgrab.
Auch beim Aushub für die Kapelle in den 1920er Jahren kamen Gräber zum Vorschein. Das Landesamt für Denkmalpflege barg die Gebeine. Ein Bronzering mit erhabenem Kreuz kam ins Germanische Nationalmuseum Nürnberg, die Toten wurden neben der Kapelle wieder bestattet.

Station 4
Am Rand des Veldensteiner Forstes
Höfen ist ein Rodungsdorf: In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde hier am Südrand des Veldensteiner Forstes Wald gerodet und Land urbar gemacht. Ein Schriftstück aus dem Jahr 1480 im Staatsarchiv München berichtet von einem neu ausgereuteten Ort, „genannt zu den Höfen“. Es ist die älteste bekannte Erwähnung unseres Dorfes.

Station 5
Die Marter von 1786
Die Marter, ein Bildstock am Wegesrand, trägt die Jahreszahl 1786 und wurde im 19. Jahrhundert teilweise erneuert. Solche Flurdenkmäler luden Vorbeikommende zu Andacht und Gebet ein und sind bis heute ein Zeichen gelebter Frömmigkeit auf dem Land.
Sie erinnert zugleich an eine Zeit, in der Höfen ein Dorf mit zwei Herren war: Der südliche Teil gehörte zum Nürnberger Pflegamt Velden, der nördliche zu Brandenburg-Bayreuth.

Station 6
Alte Höfe
Ende des 18. Jahrhunderts zählte Höfen gerade einmal zwölf Häuser und elf Scheunen. Zwei Gebäude aus dieser Zeit stehen heute unter Denkmalschutz: das Wohnstallhaus Nr. 48, in dem Menschen und Vieh unter einem Dach lebten, und die Scheune Nr. 61 aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Heute leben in Höfen rund 130 Menschen. Seit dem 1. Mai 1978 gehört das Dorf zum Markt Neuhaus an der Pegnitz.
