Vom Rodungsdorf im Veldensteiner Forst bis zur geretteten Kapelle: die wichtigsten Stationen in der Geschichte von Höfen und unserer Kapelle St. Johann.
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Vorzeit
Frühe Spuren
Schon lange vor der Gründung des Dorfes lebten Menschen in dieser Gegend. Bei Erdarbeiten neben Haus Nr. 17 wurde 1934 ein vorgeschichtliches Hügelgrab entdeckt.
Weitere Gräber kamen in den 1920er Jahren beim Bau der Kapelle zum Vorschein. Einen Bronzering mit erhabenem Kreuz aus einem dieser Gräber bewahrt heute das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg auf.
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1480

Ein Dorf entsteht
Höfen entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts als Rodungsdorf am Südrand des Veldensteiner Forstes. Ein Schriftstück aus dem Jahr 1480 im Staatsarchiv München berichtet von einem neu ausgereuteten Ort, „genannt zu den Höfen“. Es ist die älteste bekannte Erwähnung unseres Dorfes.
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18. Jh.

Ein Dorf mit zwei Herren
Lange Zeit war Höfen geteilt: Der südliche Teil gehörte zum Nürnberger Pflegamt Velden, der nördliche zu Brandenburg-Bayreuth.
Ende des 18. Jahrhunderts zählte das Dorf zwölf Häuser und elf Scheunen. Aus dieser Zeit stammen einige der heutigen Baudenkmäler, darunter die Marter bei Haus Nr. 23 aus dem Jahr 1786.
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1812
Eigene Gemeinde
Mit dem bayerischen Gemeindeedikt wurde 1812 der Steuerdistrikt Höfen gebildet, kurz darauf die gleichnamige Gemeinde. Zu ihr gehörten auch Hammerschrott, Mosenberg, Ranna und Ziegelhütte.
In den 1870er Jahren erhielt Ranna auf dem Gemeindegebiet einen Bahnhof an der Strecke Nürnberg–Cheb.
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1926

Die Kapelle St. Johann
Bis etwa 1920 war eine kleine, baufällige Muttergotteskapelle neben dem Gasthaus „Zur Schmiede“ der religiöse Mittelpunkt des Dorfes. Weil dort der Platz für einen Neubau fehlte, entstand 1925/26 am Südhang oberhalb von Höfen die neue Kapelle St. Johann.
Den Grund stellte Bürgermeister Michael Leißner zur Verfügung. Spenden sowie Hand- und Spanndienste der Höfner machten den Bau möglich, der gebürtige Höfner John Regn gab allein 7.000 Reichsmark dazu. Am 27. Juni 1926 wurde die Kapelle eingeweiht. Der Marienaltar aus der Zeit um 1750 stammt aus dem Kloster Frauenchiemsee.
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1978
Teil von Neuhaus
Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde die Gemeinde Höfen am 1. Mai 1978 nach Neuhaus an der Pegnitz eingemeindet. Zuvor gehörte Höfen zum Landkreis Pegnitz in Oberfranken, heute zum Landkreis Nürnberger Land.
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2008

Gründung des Kapellenvereins
Die Kapelle war in die Jahre gekommen, und weder das Erzbistum Bamberg noch der Markt Neuhaus wollten sie übernehmen. Also nahmen die Höfner die Sache selbst in die Hand: Am 8. Februar 2008 gründeten 43 Bürgerinnen und Bürger den Kapellenverein St. Johann Höfen.
Schon im August 2008 begann die umfassende Sanierung, die gut zwei Jahre dauerte.
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2010

Wiedereröffnung
Am 13. Juni 2010 wurde die sanierte Kapelle mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Kapellenfest wiedereröffnet. 2011 zeichnete der Bezirk Mittelfranken die Sanierung mit einer Denkmalprämierung aus.
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Heute

Ein Dorf, ein Verein
Rund 90 Mitglieder zählt der Kapellenverein heute, die allermeisten davon aus Höfen selbst. Gemeinsam erhalten wir die Kapelle und feiern hier über das Jahr verteilt Andachten, Feste und Begegnungen.
